Familie Heidi und Rainer Scheunemann in Papua
 
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Mädchenfußballinternat in Papua


 

Hintergrundinformationen für das Hilfsprojekt
Mädchen-Fußball-Internat  in Waena, Papua
 
Ziele:
Ø      Auswahl und Vorbereitung von jungen Papua-Fußballerinnen mit hohem spielerischen und technischen Potential für die Teilnahme an regionalen und nationalen Meisterschaften.
Ø      Vorbereitung von Fußballspielerinnen für die Aufnahme in die U-15 Mädchenfußball-Nationalmannschaft und die U-19 Frauenfußball-Nationalmannschaft des indonesischen Fußballverbandes PSSI. (PSSI hat bereits Interesse angekündigt, die Mädchenfußballarbeit zu forcieren und im Jahr 2009 für eine U-15 Nationalmannschaft insbesondere talentierte Papua-Mädchen zu selektieren. Es besteht also konkrete Nachfrage nach gut ausgebildeten Fußballerinnen.)
Ø      Angebot einer kontinuierlichen soliden Schulausbildung für junge talentierte Fußballerinnen in einer guten Schule in der Stadt.
Ø      Förderung von talentierten Fußballerinnen, die ihre Schulausbildung abgebrochen haben (aus verschiedenen Gründen) durch Ausbildungs- und Praktikumsangebote, wie. z.Bsp. Computerkurse, Englischkurse, Nähkurse, Buchführungskurse, Kleinunternehmerprojekte, etc., die den Mädchen nach ihrer sportlichen Laufbahn eine eigenständige finanzielle Versorgung ermöglichen.
Ø      Stärkung von Charaktereigenschaften wie Fleiß, Selbstbewußtsein, Verantwortungsbewußtsein, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Organisationsfähigkeit etc. durch disziplinierte Betreuung und Zusammenleben in einem Wohnheim.
Ø      Über sportliche Erfolge in einer Fußballmannschaft soll nicht nur das Selbstbewußtsein der Papua-Spielerinnen selber sondern auch das Ansehen ihrer Familien gestärkt werden. Konflikte zwischen Stämmen aufgrund von Minderwertigkeitsgefühlen und Eifersucht können dadurch bekämpft werden.
Ø      Das gemeinsame Leben, Fußballspielen und Arbeiten der aus verschiedenen Landkreisen stammenden Mädchen in einer freundschaftlichen, Atmosphäre soll zur Friedensförderung/Konfliktvermeidung zwischen Angehörigen der verschiedenen (zum Teil miteinander verfeindeten) Stämme aus dem Hochland und der Küstengegenden beitragen.
 
Hintergrund
Ø      Hohe Kriminalitätsrate unter Jugendlichen in Papua aufgrund schwieriger Familienverhältnisse, Minderwertigkeitsgefühlen und Arbeitslosigkeit.
Ø      Es gibt großes Mißtrauen und Feindschaften zwischen Papua-Stämmen aus Hochland- und Küstenregionen. Bei geringem Anlaß kann dies zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen.
Ø      Wegen unzureichender Freizeitangebote treiben sich viele Kinder und Jugendliche oft ziellos auf den Straßen herum.
Ø      Viele Kinder wachsen nicht bei ihren leiblichen Eltern auf und erfahren kaum Beachtung oder werden mißhandelt. Ungenügende Erziehung führt zu disziplinlosem Verhalten vieler Jugendlicher.
Ø      Viele Mädchen werden wegen ungenügender Aufklärung in jungem Alter ungewollt schwanger.
Ø      Mädchen in Dorfgegenden bekommen kaum Chancen für eine qualitativ gute Schulausbildung. Wenn die Eltern nicht genügend Geld verdienen, müssen die Mädchen die Schule abbrechen und bei der Versorgung der Familie mithelfen.
Ø      Der Alkohol- und Drogenkonsum unter Jugendlichen in den Städten ist sehr hoch.
Ø      Es gibt kaum Sportplätze, die für Kinder und Jugendliche frei nutzbar sind. Selten gibt es engagierte Trainer. Diejenigen, die es gibt sind schlecht ausgebildet. Junge Talente werden kaum gefördert.
Ø      Das Ausbildungniveau von jugendlichen Papuas ist insbesondere in den dörflichen Gegenden sehr schlecht. Viele Schulabgänger können nur schlecht lesen und rechnen und haben geringes Allgemeinwissen. Eine Chance auf die Teilnahme an Englisch- und Computerkursen haben auch in den Städten nur die Kinder gut verdienender Eltern.
Ø      Das Selbstbewußtsein der Papua ist gering. Sie fühlen sich von der indonesischen Regierung und dem Militär unterdrückt sowie gegenüber Nicht-Papuas benachteiligt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt.
 
Warum ein Mädchen-Fußball-Internat in Papua gebraucht wird
Ø      Papuas lieben Sport, vor allem Fußball. Papua-Maedchen sind sehr athletisch und sehr gute Fußballspielerinnen. Der Frauenfußball in Indonesien wird bestimmt von der Kampfstärke der Papuaspielerinnen. Mehr als die Hälfte der indonesischen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft (momentan 13 von 22 Spielerinnen) stammen aus Papua. Die Qualität der Nationalmannschaft könnte allerdings viel höher sein, wenn die Spielerinnen in ihrer Jugend technisch besser ausgebildet werden würden.
Ø      Oft fehlt es in Papua an Sportplätzen und Sportgeräten. Kontinuierliches Training in Sportvereinen gibt es in Papua so gut wie gar nicht. Man trifft sich nur zur kurzen Vorbereitung auf Turniere. Viele Mädchen haben ein enorm hohes Potential, das aber selten gefördert wird. Oft wohnen die Sportlerinnen auch so weit von der Stadt entfernt, dass kontinuierliches Training hohe Transportkosten verursachen würde, die von den Eltern nicht getragen werden können. So bleiben viele Talente unbeachtet und die Entwicklung des Frauenfußballs wird dadurch gehemmt.
Ø      In einem Mädchen-Fußball-Internat in der Stadt könnten junge Fußball-Talente gefördert und für die U-15 und U-19 Nationalteams vorbereitet werden. Neben kontinuierlichem Training könnte auch eine bessere Schulausbildung garantiert werden. Eine disziplinierte Betreuung im Wohnheim durch zuverlässige und vertrauenswürdige Hauseltern würde zweifellos den Charakter der Jugendlichen stärken und viele Konflikte könnten dadurch vermieden werden, dass sich die Mädchen nicht wie bisher ziellos in der Nähe von Geschäften oder auf der Straße herumtreiben, um sich die Zeit zu vertreiben.
Ø      Erfolge im sportlichen Bereich haben in Papua immer Einfluß auf das gesellschaftliche Zusammenleben der beteiligten Stämme und steigern das Selbstvertrauen der beteiligten Sportler. Insofern kann sportlicher Erfolg Konfliktpotential eindämmen und Brücken bauen zwischen verfeindeten Stämmen. Im Wohnheim können sich Freundschaften zwischen Jugendlichen verfeindeter Stämme entwickeln und somit können sportliche Erfolge der Kinder zur Versöhnung zwischen verfeindeten Familienclänen beitragen.
 
Weitere Ausbildungs-Vorteile eines Spielerinnen-Internats
Ø      Jugendliche in Papua lieben Musik und sind sehr froh, wenn sie selbst aktiv musizieren können. Sie haben aber kein Geld für Musikinstumente Im Wohnheim könnten die Mädchen das Spielen von Musikinstumenten erlernen und vor Ort üben. Es kann sich sogar ein Chor zusammenschliessen. Die Papua haben bereits mehrmals internationale Chorwettbewerbe gewonnen.
Ø      Kinder und Jugendliche brauchen Beachtung und Freunde. Ein Mädcheninternat kann beides bieten. Betreuer können Seelsorge für mißhandelte und traumatisierte Kinder anbieten.
Ø      Englischkurse und Computerkurse sind von vielen Eltern nicht finanzierbar aber Jugendliche können sehr schnell lernen, wenn sie von anderen Jugendlichen angeleitet werden. Talentierte Mädchen sollen im Wohnheim die Möglichkeit bekommen in Computer- und Englischkursen ihre Kenntnisse zu vertiefen, um sie dann als Tutoren an andere Mädchen weiterzugeben.
Ø      Viele Papuas sind handwerklich sehr begabt werden aber in ihren Fähigkeiten nicht gefördert. In Kreativkursen können Schulabbrecherinnen Backen, Nähen oder andere Handarbeiten erlernen und dann ihre Kenntnisse an andere weitergeben. Backwaren und Handarbeiten können verkauft werden und der Erlös kann zum Lebensunterhalt der Mädchen beitragen.
 
Wie soll das Mädchen-Fußball-Internat geleitet werden
Ø      Das Mädchen-Fußball-Internat könnte entweder unter der Schirmherrschaft der evangelischen Kirche von Papua stehen oder es könnte eine eigenständige Stiftung für die Fußballschule gegründet werden. Es wäre zunächst als Pilotprojekt für drei Jahre angesetzt und für die Aufnahme von Mädchen in den Altersgruppen 1994, 1995 gedacht (da für diese Altersgruppe momentan Bedarf von Seiten des nationalen Fußballverbandes besteht). Bei Erfolg könnte die Fußballschule jedes Jahr um eine Altersgruppe erweitert werden. Zu Beginn ist eine Spielerinnenzahl von ca. 15 Spielerinnen pro Jahrgang geplant, wobei Spielerinnen aus entlegenen Dorfgegenden in einem Spielerinnenwohnheim (Internat) in der Stadt Waena/Abepura untergebracht werden müssen, wo das Training stattfindet, um ihnen eine kontinuierliche Schulbildung zu ermöglichen. Talentierte Mädchen, die bei ihren Eltern in der Nähe der Fußballschule wohnen, könnten auch als externe Spielerinnen am Trainingsgeschehen teilnehmen, soweit die Eltern die regelmäßige Teilnahme unterstützen. Im Wohnheim sollten zu Beginn des Projekts nicht mehr als 30 Spielerinnen aufgenommen werden um eine gute Betreuung gewährleisten zu können. Erfahrene ältere Papua-Spielerinnen können als zusätzliche Betreuer fungieren und angeleitet werden, selbst Trainingsaufgaben zu übernehmen.
Ø      Als Projektleiter sollte als Vertrauensperson zur Verwaltung der Projektgelder zunächst ein ausländischer Berater eingestellt werden, der langjähirge Erfahrung im Fußballtrainingsbereich besitzt und möglichst eine Trainer-Lizenz besitzt. Der Projektleiter muß fließend indonesisch sprechen können und mit Kultur und Gesellschaft in Papua vertraut sein, sowie gute Beziehungen zu Regierungsvertretern und indonesischem Fußballverband besitzen. Der ausländische Berater soll für die Kommunikation zwischen Sponsoren und Fußballschule, sowie zwischen Schule und indonesischem Fußballverband sorgen und bei der Erstellung von Projektberichten helfen. Diese Person sollte daher die indonesische Kultur und Sprache sehr gut kennen und in Kirche und Gesellschaft anerkannt sein.
Ø      Das Projekt würde zur Deckung der operationelen Kosten finanzielle Hilfe aus dem Ausland benötigen (siehe Aufstellung unten). Die Leitung des Projektes sollte zu einem späteren Zeitpunkt in einheimische Hände übergeben werden können, wenn gewährleistet ist, dass die Schule eigenständig weitergeführt werden kann.
Ø      Es werden ein professioneller Trainer mit Trainerlizenz und zwei bis drei einheimische Assistenztrainer benötigt, die Erfahrung in Jugendarbeit haben und die gemeinsam mit dem Chef-Trainer bzw. der Cheftrainerin das tägliche Fußballtraining anleiten.
Ø      Die Leitung des Spielerinnen-Wohnheims sollte in die Hände von reifen, erfahrenen „Hauseltern“, gelegt werden, die ein Herz für Kinder und Jugendliche haben und durch ihren Lebensstil Vorbildfunktion für die Mädchen ausüben. Die Hauseltern sollen die Spielerinnen ermutigen und unterstützen,  sowie dafür sorgen, dass die Hausregeln befolgt werden und Schulaufgaben erledigt werden. Die Hauseltern führen ebenso wie die Trainer auch Seelsorgegespräche mit Kindern und Jugendlichen in Streßsituationen.
Ø      Die Teilnahme an Computerkursen, Englischkursen etc. sollte interessierten Spielerinnen ermöglicht werden. Auch mit dem Ziel, dass später die älteren Mädchen selbst ihr Wissen an jüngere Spielerinnen weitergeben können.
Ø      Ein Nachtwächter der für die Sicherheit der Einrichtung bei Nacht verantwortlich ist, wird muß fest eingestellt werden.
Ø      Talentierte Spielerinnen aus dörflichen Gegenden die die Schule abgebrochen oder beendet haben sollten Ausbildungsmöglichkeiten in Form von Praktika erhalten. Es kann zum Beispiel ein Kiosk geführt werden oder es kann ein Kuchen- und Getränkeverkauf organisiert werden, wobei die beteiligten Mädchen die Prinzipien für die Führung eines Kleinunternehmens erlernen.
Ø      Es werden regelmäßig Trainingseinheiten für die ausgewählten Fußballspielerinnen angeboten. Außerdem werden die Fußballerinnen Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften durchführen und an Turnieren teilnehmen. Seniorenspielerinnen mit Führungspotential sollen mit der Zeit zu verantwortungsbewußten Assisenztrainern für die Mithilfe beim Training der jüngeren Mädchen ausgebildet werden. Seniorenspielerinnen sollen dann in Zukunft in der Lage sein, Trainingseinheiten auch eigenständig zu leiten.
Ø      Es können auch Turniere durchgeführt werden, bei denen andere Mannschaften eingeladen werden und der Öffentlichkeit das Potential der jugendlichen Sportler vorgeführt werden kann. 
 
Zusätzliche Bemerkung:
Wenn es nicht genügend Sponsorengelder für den Kauf von Bauland, Sportgelände und Wohnheim geben sollte, wäre auch ein Stufenplan sinnvoll, bei dem zunächst ein Wohnheim und ein Fußballplatz angemietet wird. Bei Aussicht auf Erfolg kann dann Land gekauft werden, worauf ein eigener Fußballplatz gebaut werden kann. Als nächster Schritt wäre der Bau eines Wohnheims sinnvoll.
 
Welche Kostenarten werden anfallen? (nach Stufenplan, d.h. wenn zunächst kein Wohnheim gebaut wird und kein Land gekauft wird)
Ø      Wohnheimkosten
o       Mietkosten
o       Strom/Elektriztät
o       Kühlschrank
o       Herd
o       Einrichtungsgegenstände (Betten, Schränke, Tische, Stühle etc. für ca. 20 Spielerinnen und Betreuer)

Ø      Personalkosten (Gehälter – und Transportkosten):
o       Teammanager (Projektleiter)
o       Trainer
o       2 Assistenztrainer
o       Hauseltern
o       Köchin/Putzfrau
o       Nachtwächter

Ø      Schulkosten:
o       Schulkleidung
o       Schulgebühren
o       Transportkosten zur Schule
o       Schulmaterial

Ø      Verpflegungskosten
o       Personal
o       Spielerinnen
o       Trainer
o       Hauseltern/Betreuer
 
Ø      Trainingsmaterialien
o       Tore (Kleintore + Großtore + Netze)
o       Eckfahnen, Hütchen/Markierungen
o       Schiedsrichterausrüstung
o       Whiteboard + Magnettafel
o       Leibchen
o       Trikots/Hosen/Stutzen für Training + Spiele
o       Fußballschuhe
o       Joggingschuhe
o       Trainingsanzüge
o       Schienbeinschützer
o       Bälle
o       Ballnetze
o       Kühlbox
o       Trinkflaschen

Ø      Gesundheitsvorsorge und Behandlungskosten
o       Behandlungskosten bei Krankheit oder Verletzung
o       Physiotherapie bei Verletzungen
o       Medikamente/Verbandsmaterial/Eisspray etc.
 
Ø      Sonstige Kosten
o       Fußballplatzmiete (falls nicht eigener Platz gekauft wird)
o       Transportkosten (Die Anschaffung eines eigenen Mannschaftsbuses zum Transport der Spielerinnen zum Trainingsgelände und zu Spielen wäre vorteilhaft)
o       Handtücher
o       Getränke für Übungseinheiten
 
 
Für die Position als Projektleiter bietet sich Pfr. Dr. Rainer Scheunemann an, der eine UEFA-B Lizenz besitzt und seit 12 Jahren in Papua Kinder-, Jugend- und Studentenfußballturniere ausrichtet, technischer Berater eines Erstligavereins in Papua ist (Persidafon Sentani) und der seit Juli 2008 Assistenztrainer der Fußball-Frauen-Nationalmannschaft Indonesiens ist.  Rainer Scheunemann besitzt hervorragende Kontakte zu Kirchen- und Regierungskreisen in Papua, spricht perfekt indonesisch (da er in Indonesien aufgewachsen ist) und besitzt das volle Vertrauen der Papua-Bevölkerung.
Rainers Ehefrau Heidi Scheunemann ist seit 30 Jahren selbst Fußballspielern, richtet seit 1999 mit Rainer Kinder-, Jugend- und Studentenfußballturniere in Papua aus und wurde 2005 als Spielerin indonesische Meisterin mit der Papua-Frauenfußballmannschaft. Sie ist seit 2002 auch als Volleyball- und Fußballtrainerin für Mächen in Papua engagiert.
 
 
Kontakt:
Pfr. Dr. Rainer und Heidi Scheunemann, MBA
Kotak Pos 345
Abepura 99351
Papua, Indonesien
Tel/Fax: 0062-967-572550
Hp Heidi: 0062-813-44790281
Hp Rainer: 0062-813-87600767
Homepage: www.scheunemann-papua.de.tl
 
 
 
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